Am besten macht man ein Zwetschgengröstl, wenn die Zwetschgen reif sind – das versteht sich von ganz alleine. Wenn die Sonne des Spätsommers die Früchte tiefviolett gefärbt hat, beginnt die Zeit des Genusses.
Die Zwetschgen werden sanft in der Mitte zusammengedrückt und vom Kern befreit. Besonders edel sieht das Gröstl aus, wenn man die Früchte achtsam achtelt.
Zuerst gibt man den Zucker in den Topf. Mit einem Spritzer Rotwein karamellisiert man ihn unter ständigem Umrühren. Vorsicht: Er brennt schnell an und wird bitter! Fertig ist er, wenn er leichte Fäden zieht.
Lösche den Karamell mit dem restlichen Rotwein ab und gib die Zwetschgen hinzu. Zimtstangen, Vanilleschoten und Muskat verleihen dem Gröstl seinen unvergleichlichen Charakter.
Alles gut einköcheln lassen, bis die Früchte weich und die Sauce samtig ist. Danach in Gläser abfüllen oder – was fast unumgänglich ist – sofort genießen.
Ein Gedicht in Rot und Gold. Guten Appetit! 🍷✨🍂