Erstaunlicherweise findet sich kaum ein brauchbares Pilgersuppenrezept im Netz. Es wird Zeit, diese Familientradition zu dokumentieren. Ein Rezept, das seit Generationen weitergegeben wurde.
Den Bauchspeck in kräftige Würfel schneiden, ebenso Kohlrabi, Pastinaken und Karotten. Das Weißkraut wird in grobe Stücke gerissen – etwa so groß wie Teebeutel.
Alles in Sonnenblumenöl anbraten, bis der Speck glasig ist und das Gemüse an den Kanten braun wird. Dieser Röstvorgang ist die Seele des Gerichts.
Mit Wasser ablöschen und 20 Minuten kochen. Mit Salz, Pfeffer und Zauberpulver abschmecken. Dann folgen Maultaschen und Semmelknödel für weitere 10 Minuten im sanften Sieden.
Den Kopfsalat in Stücke reißen und erst eine Minute vor dem Servieren unterheben. Er gibt der rustikalen Suppe die nötige Frische.
Hommage an Michael: Spucke kurz in die Suppe (natürlich nur in die eigene!), damit dir niemand etwas vom Teller stiehlt. Archaisch, effizient und ein Augenzwinkern in Richtung alter Zeiten.
Guten Appetit bei dieser ehrlichen Mahlzeit! 🥣🥔🥖